Mai 10 2010

Das Wähler-Beziehungsmanagement der Politprofis – CRM Fehlanzeige

Published by at 14:01 under CRM,ToDay

Die NRW Wahl war für die CDU ein herber Schock. Minus 10%, ein geläuterter Jürgen Rüttgers und eine lausige Wahlbeteiligung von 59,3 %.

So weit die Stimme des Volkes. Eine fette Waatsche des Wählers, der unerwarteter Weise nicht die FDP traf, wie im Vorfeld spekuliert wurde. Rüttgers wollte das gleich zum Anlass seines Rücktritts nehmen und hätte damit eine Verantwortung symbolisiert, die in Politikerkreisen nicht gerade üblich ist.

Aber was hat Volkes Stimme den führenden Politikern und Parteien versucht zu sagen?

Mit Antworten hierauf betreten wir den Boden der Spekulation, die im Nachklang der Wahl jede Regierungszelle und parteipolitische Gruppierung zu ihren Gunsten interpretiert. Ist es das Griechenland Debakel, was den Wählerinnen und Wählern so aufgestoßen ist oder sind es landespolitische Themen wie Schule und Erziehung usw wie Klaus Wowereit gestern Abend in Anne Will’s Talkrunde locker spekulierte?

Nachdem sich in der Wahl nur wenig mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten äußerte, dürfte der Rest wohl schon resigniert haben und blieb stattdessen wohl lieber gleich auf der Couch und die Unentwegten verteilten Absagen. Dass die Bürger die Milliardenverschwendungen an Banken und Pleiteländer satt haben könnten und den Eiertanz von Frau Merkel ebenso (Griechenland bekommt nix… ok Griechenland wird gestützt… Wir MÜSSEN die EU stärken und damit dann auch Portugal, Spanien …)  ist doch ein abwegiger Gedanke?!


So sah das wohl auch Angela Merkel und sah in der Wählerwaatsche die Aufforderung keine Steuersenkungen bis 2013 vorzunehmen und sich mehr auf eine Haushaltskonsolidierung zu besinnen. Mit Blick auf eine 120 Milliarden Hilfe für die Pleitestaaten der EU?? … ein wahrlich teurer EURO für Deutschland und Frankreich. Mal seh’n, wie das die Franzosen hinnehmen, wenn dort demnächst für den Euro gespart wird und die Bürger wie hier auf Steuersenkungen verzichten sollen, weil Banken und korrupte Regierungen fremdes Geld mit vollen Händen verspekulieren oder verbrennen.

In einer Zeit der politischen Orientierungslosigkeit wie das auch die SPD dokumentiert, in dem man sich zur Griechenlandhilfe nämlich einfach enthalten will, wäre doch ein Volksentscheid zu den wichtigen Themen der Zeit ein neuer, honoriger Ansatz, zumal die Folgen von Staatspleiten in der EU nicht von allen “Volkswirten” katastrophal gedeutet werden.

Was will der Wähler nun wirklich? Diese Frage ließe sich in der Tat beantworten, wenn unsere Politiker nun endlich mal anfingen, das Volk konkret zu fragen.

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