Nov 27 2009
Spiegel bringt das Heft auf’s iPhone
…und wieder ein Verlag, der glaubt, durch einen “iPhone Reader” könnte man signifikant die Auflage und die Einnahmen erhöhen. Hand aufs Herz – der Kindle hat eine andere Größe als das iPhone und selbst solche eBook Reader werden das Papier nie abschaffen. Zunächst glaubten Einige, ein eBook Reader wäre nur interessant, wenn man, genauso wie bei Musik (mp3), illegal kopierte Texte & Bücher von irgendwoher laden könnte. Aber warum sollte das so interessant sein? Es gibt Bibliotheken und Büchereien zu Hauf, wo man alles für kleines Geld lesen kann. Bei Zeitschriften geht es um Aktualität aber auch um die optische Aufmachung, die den Leser ja durch den Artikel führt. Da kommt nun das Format ins Spiel, was ein deutliches Unterscheidungsmerkmal dieser eBook Reader ist… sie sind klein und kompakt … aber wie werde ich z.B. einen Spiegel darauf im Original Layout lesen können? … gar nicht, da das kein Reader oder keine Augen hergeben…
Und jetzt das iPhone… Wer hat auf dem iPhone mal einen längeren Text ermüdungsfrei gelesen?
Es ist praktisch für einen kurzen Artikel, einen Mail Anhang o.s.ä. aber eine ganze Zeitschrift???
Welcher Augenarzt hat sich den diesen Marketing-Gag ausgedacht? Auch wenn ich die Zeitschrift bereits 2 Tage früher lesen kann (ist so viel ich weiß bei jedem Abo so) werde ich definitiv nicht mit dem kleinen iPhone Bildschirm herumzoomen.
Ich bin gespannt, wieviele User sich so eine kostenpflichtige App leisten.
Was meinen Sie, Gag oder “riesen Idee”?
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